Akupunktur/Ohrakupunktur:


Akupunktur ist eine der Arbeitstechniken der Traditionellen Chinesischen Medizin. (TCM) 

Akupunktur ist eine jahrtausendealte Heilmethode, die durch das Nadeln spezifischer Punkte die körpereigenen Selbstheilungskräfte aktiviert, um Gesundheit zu erhalten oder wieder herzustellen. Die TCM geht davon aus, dass die Lebensenergie Qi Grundlage jeglicher Substanz ist und allem Lebendigen innewohnt. Während das kosmische Qi nach traditioneller Auffassung in der Natur, im Wasser der Flüsse, in der Luft und im Wind fließt, sammelt sich das Qi im menschlichen Körper in den Organen und zirkuliert in einem Energetischen Netzwerk von Kanälen, den Qi Kanälen oder Leitbahnen, die auf Grund ihrer polaren Anordnung mit dem Meridiansystem der Erde vergleichbar sind und somit als Meridiane bezeichnet werden. Die Lebensenergie Qi hat im Körper verschiedene Funktionen; sie transportiert, transformiert, kontrolliert, schützt, erwärmt und ernährt.

Die chinesische Medizin kennt 12 Hauptmeridiane und 8 außerordentliche Meridiane. 

Auf den Hauptmeridianen liegen insgesamt 361 Akupunkturpunkte.


Da nach Vorstellung der TCM aller körperlichen und psychischen Vorgänge sich wechselseitig beeinflussen, kann Gesundheit nur gegeben sein, wenn die Lebensenergie ausgewogen vorhanden ist, ungehindert fließen und sich somit auch austauschen kann. Krankheit ist demnach Ausdruck einer Behinderung des Energieflusses, die durch verschiede Faktoren verursacht werden kann, so durch äußere pathogene Faktoren (z. B. Wind, Kälte, Hitze, Trockenheit, Feuchtigkeit) und innere pathogene Faktoren (z. B. Freude, Angst, Zorn, Trauer, Sorge), Erbkrankheiten, ungesunde Lebensweise (z. B. einseitige Ernährung, übermäßiges Essen, Drogen, Alkoholabusus, Nikotinabusus), Traumen (z. B. Verletzungen, Insektenstiche) sowie durch Strömungshindernisse für Blut und Qi.


Akupunktur wirkt auf das zentrale und periphere Nervensystem auf “Körpersäfte” und Hormone. Sie beeinflusst die Blutzirkulation und das Immunsystem. Durch Akupunkturnadeln werden Nervenzellen stimuliert und Impulse an das Rückenmark weitergeleitet. Hier werden Substanzen freigesetzt, die die Schmerzübertragung verhindern und somit analgetisch wirken. Ebenso ist gesichert, dass durch Akupunktur die Produktion von Serotonin und Glukokortikoiden beeinflusst wird. Studien weisen zudem eine Verbesserung der Durchblutung durch Sympathikusstimulation sowie eine Herabsetzung des Muskel- und des Bindegewebstonus nach. 


Anatomisch betrachtet liegen Akupunkturpunkte im Bereich unter der Haut an Nerven- und Gefäßbündeln. Der Akupunkturpunkt funktioniert wie ein Sinnesorgan.


Ohrakupunktur ist Teil der Körperakupunktur und hat sich besonders in Europa durchgesetzt. Bereits 2000 Jahre alte chinesische Schriftstücke beschreiben einen reflektorischen Zusammenhang zwischen Ohrmuschel und einzelnen Körperregionen.  Die Ohrmuschel wird von den drei großen Nerven durchzogen - dem Trigeminusnerv, dem Vagusnerv und dem Plexus cervicalis. Die Kerne dieser Nerven liegen im verlängerten Rückenmark und sind mit der dort befindlichen Formatio reticularis verknüpft. Sie ist entscheidende Schaltstelle zwischen dem Gehirn und dem Körper.  Bei Suchterkrankungen wende ich sie besonders an. (z. B. Nikotinsucht) aber auch zur Unterstützung bei bestimmten Erkrankungen. Bei Suchterkrankungen verwende ich Samenkörner, diese können länger im Ohr bleiben und der Druck kann bei Bedarf jederzeit verstärkt werden.


Zur Unterstützung der Akupunktur arbeite ich auch mit Moxibustion. Die Moxibustion  (Beifußkraut) ist eine kombinierte Phyto- und Wärmetherapie. Darunter versteht man die Erwärmung von Arealen oder Akupunkturpunkten mittels glimmenden Beifußkrautes. (Artemisia vulgaris). Sie stärkt Yang, vertreibt Kälte, beseitigt Qi- und Blutstagnationen. Und nach westlicher Vorstellung wird die Gewebsdurchblutung verbessert und der Gewebestoffwechsel angeregt. Die Organfunktionen werden angeregt und die Körper- und Immunabwehr gestärkt.


Indikationen der Akupunktur sind:


- Erkrankungen des Stütz- und Bewegungssystems

z. B. Arthosen, Arhralgien, Arthritis, BWS-Syndrom, HWS-Syndrom, Koxarthrose, Gonarthrose, Lumbosakrales Schmerz-Syndrom, LWS-Syndrom, Lumbago, Ischialgie, Schulter-Arm-Syndrom, Tortikollis, Tendinopathie u. a.,


- Neurologische Erkrankungen: 

z. B. Kopfschmerzen, Migräne, Lähmungen, Hemiparese, Faszialisparese, Polyneuropathie, Trigeminusneuralgie, vegetative Dysfunktion u. a. ,


- Psychische und Psychosomatische Störungen und Erkrankungen

z. B. Bulimie, Adiposidas, depressive Verstimmung, Depression, Entgiftungsbehandlung und Therapiebegleitung bei Suchterkrankungen (Alkohol, Nikotin), Unruhezustände, Schlafstörungen, Erschöpfungszustände u. a. 

- Bronchopulmonale Erkrankungen

z. B. Asthma bronchiale, hyperreagibles Bronchialsystem,


- Herz-Kreislauf-Erkrankungen

z. B. Durchblutungsstörungen, funktionelle Herzerkrankungen, Herzrhythmusstörungen, Hypertonie, Hypotonie, KHK,


- Gastrointestinale Erkrankungen

z. B. Cholangitis, Cholezystitis, funktionelle Magen-Darm-Störung, Kolitis, Morbus Crohn, Obstipation, Diarrhö, Gastritis, Singultus,


- Gynäkologische Erkrankungen

z. B. Frigidität, Klimakterisch Syndrom, Mastopathie, Prämenstruelles Syndrom, Zyklusströrungen, Dysmenorrhö, Kinderwunsch,


- Hals-Nasen-Ohren-Erkrankungen

Z. B. Geruchsstörung, Geschmacksstörung, Hörsturz, Schwerhörigkeit, Tinnitus, Schindel, Rhinitis, Sinusitis, Stimmstörungen,


- Augenerkrankungen,



- Hauterkrankungen

z. B. Akne vulgaris, Psoriasis, Neurodermitis, atopisches Ekzem, schlecht heilende Wunden, Urtikaria,


Außerdem: Immunstörungen und begleitend zu Tumorschmerzen,