Bachblütentherapie


Dr. Bach nahm im Menschen eine spirituelle Dimension wahr und ging davon aus, dass jeder Mensch als Teil des größeren Schöpfungsgedankens eine unsterbliche Seele (das, was der Mensch eigentlich ist) und eine sterbliche Persönlichkeit (das, was er darstellt) hat. Eng mit der Seele verbunden ist das Höhere Selbst, das sozusagen als Vermittler zwischen Seele und Persönlichkeit fungiert. Bach war überzeugt davon, dass es die Aufgabe des Menschen sei, unter der Führung des Höheren Selbst Wissen und Erfahrungen zu sammeln und sich als physisches Wesen zu vervollkommnen. Gesundheit ist die vollständige Einheit von Seele, Körper und Geist oder - wie Bach formulierte - die wahre Erkenntnis dessen, wer wir sind. Jeder Krankheit hingegen geht ein negativer Seelenzustand voraus, der dadurch entsteht, dass die Persönlichkeit das Höhere Selbst nicht wahrnimmt oder sich in seinen Verhalten gegen das Prinzip der Einheit wendet. Er unterschied verschiedene Grundmuster, die allen Menschen in unterschiedlicher Ausprägung zu eigen sind. Besonders die sieben negativen Seelenzustände wie Angst, Unsicherheit, ungenügendes Interesse an der Gegenwartssituation, Einsamkeit, Überempfindlichkeit gegen Einflüsse, Überempfindlichkeit gegen Einflüsse und Ideen, Mutlosigkeit und Verzweiflung sowie übergroße Sorge um andere sind nach Bach die Grundkrankheiten des Menschen: Diese alltäglichen Verhalten auf der Persönlichkeitsebene steht oft im Widerspruch zum inneren Wesenskern, dem Höheren Selbst des Menschen. 


Bach vertraute beim Sammeln und Aufbereiten der 38 Pflanzen weitgehend seiner Intuition. So wurden viele Pflanzen sofort nach dem Pflücken in ein Glas klares Quellwasser gelegt und drei Stunden der Sonne ausgesetzt bis die Blüten welkten. Das so eingedampfte Wasser wurde mit Alkohol konserviert und im Verhältnis 1 : 240 verdünnt.


Die Blütenessenzen wirken auf das Energiesystem des Menschen ein und korrigierten sanft, wenn die Lebensenergie durch einseitige Verhaltensweisen blockiert ist. So wird beispielsweise der negative Zustand der Realitätsflucht und Tagträumerei durch die Blütenessenz der Clematis in waches Gegenwartsbewusstsein gewandelt. So kann die Bachblütentherapie als “Heilung durch Harmonisierung des Bewusstseins” bezeichnet werden.


Indikationen der Bach-Blüten:


- akute psychische Ausnahmezustände sowie zur positiven Beeinflussung typbedingter, negativer Charakterzüge,


- häufig bessern sich auch körperliche Krankheiten,


- Bachblüten-Therapie wird häufig mit anderen Therapieformen ausgewählt


Achtung: bei psychotischen Prozessen sowie bei gleichzeitiger Einnahme von psychedelischen Drogen kann die Einnahme von Bach-Blüten zu bizarren und nicht vorhersehbaren Reaktionen führen.